.


 
Ein Diakonieprojekt der evangelischen Kirchengemeinde  Wassenberg
 

 
1991 hatte die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland einen Beschluss zur „Versöhnung mit der Sowjetunion“ gefasst - 50 Jahre nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht. Dem Wort Versöhnung sollten Taten folgen, Hoffnungszeichen für Menschen am Rande der russischen Gesellschaft. Schon lange waren die traurigen und unwürdigen Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung im russischen Anstaltssystem bekannt: keine Bildung, keine Förderung, keine Lebensperspektive. Die Evangelische Kirchengemeinde Wassenberg im Kreis Heinsberg machte sich zur Aufgabe, in Pskow ein Heilpädagogisches Zentrum als Förderschule für Kinder und Jugendliche mit geistigen und schweren mehrfachen Behinderungen zu gründen. Mit Hilfe der NRW-Landesregierung und fachlich begleitet durch die Rurtal-Schule Heinsberg-Oberbruch realisierte die Kirchengemeinde 1993 das Projekt und fand in der Stadt und später im Oblast Pskow verlässliche Partner.
Heute ist das Heilpädagogische Zentrum Pskow im ganzen Land bekannt als sichtbares Zeichen eines Systemwechsels. Niemand soll zurückgelassen werden. Kinder mit schweren Behinderungen sind bildungsfähig und sollen auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit alle nötige Förderung, Therapie und Wertschätzung erfahren. Die Lehrpläne und Konzepte, die im Heilpädagogischen Zentrum entwickelt wurden, ziehen mittlerweile in vielen Städten und Hochschulen Russlands ihre Kreise. Dazu tragen regelmäßige Fachtagungen und Kongresse in Pskow bei, außerdem Vortragsreisen der Direktoren Dr. Andrej Zarjow und Swetlana Andrejewa.

Auch in der Stadt Pskow hat sich vieles verändert. Es ist ein Frühförderzentrum entstanden und ein integrativer Kindergarten. Damit die Absolventen des Heilpädagogischen Zentrums nach ihrem Schulabschluss nicht ins Leere fallen, wurde mit Hilfe der „Initiative Pskow“ eine Werkstatt für behinderte Menschen gegründet. Die Kirchengemeinde hat eine Trainingswohnung gekauft und umgebaut, damit junge behinderte Erwachsene selbstständiges Wohnen einüben können. Ein ambulanter Betreuungsdienst befindet sich im Aufbau. Nachdem die Stadt Pskow weitere Wohnungen für assistierte Wohngemeinschaften gekauft hat, steht auch hier dem Systemwechsel nichts mehr im Wege. Damit ist erstmals in einer russischen Stadt ein lückenloses System zur Förderung von Menschen mit geistigen Behinderungen entstanden - einer der Gründe für den Titel „Pskow - sozialste Stadt Russlands“.

Die Evangelische Kirchengemeinde Wassenberg ist im Verbund mit der Rurtal-Schule Heinsberg-Oberbruch Trägerin des Heilpädagogischen Zentrums. Gemeinsam mit ihren Partnern im Oblast und der Stadt sowie einem fabelhaften Mitarbeiterteam in Pskow hat sie dem Wort Versöhnung konkrete Gestalt gegeben, eine Kooperation, die auch allen politischen Krisen trotzt. Die damit verbundenen Kosten bringt die Gemeinde durch die landeskirchliche Kollekte, zwei Stiftungen und viele Einzelspenden auf. Nur durch die treue Unterstützung vieler engagierter Menschen und Firmen ist es einer kleinen Kirchengemeinde möglich, ein Projekt mit solchen Dimensionen zu tragen.

Allen, die dazu beitragen, sagen wir, auch im Namen der Kinder und Jugendlichen im Heilpädagogischen Zentrum, herzlichen Dank.

>>> Unser Weg nach Pskow
 

>>> Unser aktueller Flyer als PDF

 
.
 
Aktuelles
 
.
 
Die andere Seite Russlands
Am 9. Mai 2016 feierte Russland den 71. Jahrestag des Sieges im „Großen Vaterländischen Krieg“ - so wird in Russland der Zweite Weltkrieg genannt – mit einer großen Waffenparade auf dem Roten Platz in Moskau. Alle Medien
berichteten darüber und werteten dies als erneuten Hinweis, dass Russland militärische Stärke zeigen will und die Beziehungen zu den NATO-Staaten nach der Krim-Annexion und dem Ukraine-Konflikt zunehmend gespannt sind.
Ein ganz anderes Bild nur zwei Tage später. In Pskow, der 200.000-Einwohner Stadt im Westen Russlands, wird die Erweiterung des Heilpädagogischen Zentrums gefeiert und die 25jährige Partnerschaft zwischen der Stadt und der Evangelischen Kirche im Rheinland unter großer öffentlicher Beteiligung gerühmt.
>>> Lesen Sie hier den ganzen Text von Klaus Eberl

Präsentation zum Vortrag von von Oberkirchenrat Klaus Eberl bei der Fachtagung zur Inklusiven Stadtentwicklung im Mai 2016 in Pskow
>>> zur Präsentation (PDF)

Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit (H. Johnson, 1914)

Wer die Gelegenheit hat, in Russland und Deutschland die Nachrichten zu verfolgen, reibt sich ungläubig die Augen. Über die gleichen Sachverhalte wird völlig gegensätzlich berichtet. Was ist nun wahr? Das Freund-Feind-Schema gilt hier wie dort, nur mit jeweils anderem Vorzeichen. Grund ist die Krim-Annektion und der Krieg in der Ost-Ukraine.
>>> Lesen Sie hier den ganzen Text von Klaus Eberl
 


 
Archiv
 

 
Der neue Präses besucht den Pskow-Stand auf dem Ev. Kirchentag in Hamburg
>>> Zum Bericht von Hans Joachim-Schwabe

Betreutes Wohnen wird in Pskow konkret –
Erweiterung Heilpädagogisches Zentrum in der Umsetzung

>>> Zum Bericht von Hans Joachim-Schwabe

Der Kreis Heinsberg unterstützt erneut die Arbeit im HPZ Pskow

>>> Zum Bericht von Hans Joachim-Schwabe

Gute Nachrichten aus Pskow: Erster integrativer Kindergarten und Erweiterung des HPZ für doppelt so viele Schüler -
>>> Zum Bericht von Hans Joachim-Schwabe

Dokumentar-Film über das Heilpädagogisches Zentrum Pskow 16 Minuten)

>>> Hier sehen Sie den Film

Bernd Schleberger – der Schulleiter der Rurtalschule Heinsberg geht in den Ruhestand
Am 20.Juli 2011 wurde Bernd Schleberger in einem feierlichen Festakt in der Rurtalschule verabschiedet.
>>> Lesen Sie hier einen Text dazu von Hans-Joachim Schwabe
 
Interview mit Klaus Eberl in der WDR Sendung "Resonanzen"

Im Zusammenhang mit dem Gedenktag 22.6. (vor 70 Jahren marschierte die
deutsche Wehrmacht in die Sowjetunion ein) spricht Klaus Eberl über den Beginn der Arbeit in Pskow.
>>> hier hören Sie das Interview.

 
Besuch der Ev. Kirchengemeinde Wassenberg in Pskow -
vom 21. - 25. Juni 2011
>>> Lesen Sie hier einen Bericht dazu

Ein weiterer Traum der Ev. Kirchengemeinde Wassenberg geht in
Pskow in Erfüllung
Das HPZ übernimmet als Träger eine Kindertagesstätte
>>>Hier lesen Sie mehr dazu
  
Heilpädagogisches Zentrum Pskow auf dem Ev. Kirchentag 2011 in Dresden
>>>Hier lesen Sie mehr dazu
 
"Gelingt es, das Wunder von Pskow in ganz Russland zu erden?"

Bericht zur Tagung in Pskow von Hans-Joachim Schwabe
>>> Hier geht es zum Text

 
EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider besucht den Stand des
Heilpädagogischen Zentrums Pskow auf dem Ökumenischen Kirchentag

Anerkennung für das Diakonieprojekt der Evangelischen
Kirchengemeinde Wassenberg- Bericht von Hans-Joachim Schwabe
>>> Hier geht es zum Text


.

 

 


 
 Poster als PDF
 

.

Poster "Das Wunder von Pskow" hier herunterladen >>

.

Poster "Unser Weg nach Pskow" hier herunterladen >>
  

 
Spenden: 
 

Wenn Sie unser Projekt unterstützen möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spenden an
Evang. Verwaltungsamt Jülich,
KD-Bank
IBAN: DE75350601901010187016
BIC: GENODED1DKD
Spenden: Kennwort „Pskow / Wassenberg“
Stiften: Kennwort „Stiftung HPZ Zustiftung“